ihr da oben, wir da unten; bei schweinebraten im geiste vereint

jemand hat nach einem gedicht über schweinebraten gesucht, und da will ich mal nicht so sein und lasse schnell eins springen. es ist aber mal wieder ziemlich doof:

die herren magistraten
in mäntelchen brokaten
verzehren schweinebraten
sie schmatzen ungeraten
dazu man hört sonaten.

der magistraten soldaten
sitzen im feld und skaten
auch sie essen schweinebraten
schwadronieren von heldentaten
da hinten pfeifen granaten.

schon wieder ein wunschgedicht

diesmal soll es ein gutenachtgedicht sein.

»gute nacht mein herzchen,
mit dir treib ich nicht scherzchen,
bepelze dich mit nerzchen,
entzünde dir nachts kerzchen,
beschenk dich mit sesterzchen,
reime dir in merzchen,
schlafsinge dich in terzchen,
leid deinetwegen schmerzchen,
lieb dich wie gülden erzchen.«

sturmgewehrpoesie

krieg und dichtung sind bekanntlich zwei dinge, die dem deutschen im blute liegen. die sturmgewehrpoesie versteht beides auf jugendlich-freche und dennoch charmante art und weise zu verbinden. aber überzeugen sie sich selbst:

ich habe eine leidenschaft
die gibt mir stetig frische kraft
mein engel, wie ich dich verehr‹
mein hochgeschätztes sturmgewehr!

wie gern wär‹ ich ein terrorist
vor dem man die weiße flagge hisst
ein schrecken für den flugverkehr
wär ich mit meinem sturmgewehr

poes gedicht über den raben
ich versteh nicht, was sie damit haben
denn er ruft ja nimmermehr
gut wär’s, rief er sturmgewehr

mein freund ist mit mir grantig
meint, mir fehle die romantik
denn ich denke beim geschlechtsverkehr
immer nur ans sturmgewehr

mich reizt nicht gold, nicht geld, nicht tand
nur eins wünsch ich mir in die hand
nur eines, das ich wild begehr‹
ein wunderbares sturmgewehr

ich möchte gern die welt regier‹n
ganz viele leute massakrier‹n
und keiner leistet gegenwehr
denn ich hab ja das sturmgewehr

ich find es gar nicht so verkehrt
dass jede frau mich heiß begehrt
bin ja ein recke, fesch und hehr
so sexy mit dem sturmgewehr