neue mannigfaltigkeiten

heute: probe von der beredsamkeit eines nordamerikanischen wilden.*

ich rufe heute jeden weißen mann zum zeugen, ob er je in logans hütte hungrig kam, und er gab ihm nichts zu essen, ob er je kalt und nackend kam, und er bedeckte ihn nicht? während des letzten langen und blutigen krieges blieb logan müßig in seinem zelt, ein sprecher für den frieden; ja so sehr liebte er die weißen, daß seine eigne landsleute, wenn er vorbey gieng, auf ihn zeigten, und sagten: logan ist der freund der weißen menschen. ich hatte sogar den gedanken, unter euch zu leben; – aber die ungerechtigkeit eines mannes! – obrist [unleserlich], im letzten frühling, mit kaltem blut, unbeleidigt, ermordete alle verwandte logans, schonte selbst meiner frau und kinder nicht. nun läuft kein tropfen meines bluts in den adern irgend einer menschlichen kreatur. dies rief mich auf zur rache. ich habe sie gesucht. ich habe viel getödtet. ich habe meine rache völlig ersättigt. – für mein vaterland freue ich mich über die morgenröthe des friedens. aber hege nicht den gedanken, daß meine freude die freude der furcht ist. logan fühlte nie furcht. er wird nie seine ferse zeigen, sein leben zu retten. – wer wird nun einst um logan trauern? – niemand!

* beym letzten friedensschluß der provinz virginia mit den wilden nationen, hielt logan, der chef der schawanesen, diese rede an mylord [unleserlich]

»The authenticity of the speech is the subject of much controversy, however.«

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