gezuckerte mollusca

antwort auf die frage, wie man formidable schnecken ohne große mühe verfertigen könne.

zunächst bereitet man den vorzüglichen quark-öl-teig für kleingebäck.
dazu rührt man 150 gramm mageren quark (eventuell in einem geschirrtuch abtropfen lassen, wenn er zu wässrig ist), ein halbes glas milch und 100 ml neutrales öl (also kein olivenöl oder sowas; ich persönlich schwöre auf mazola, aber sonnenblumenöl geht auch sehr gut) in einer schüssel zusammen, so dass es eine himmlische flüssigmasse ergibt. sodann reichert man ebendiese mit 100 gramm feinem zucker und einem packerl vanillezucker an, worauf man eine verlockend-süße flüssigmasse erhält. nun verwirbelt man ein packerl backpulver mit 300 gramm mehl in einer anderen schüssel (so verhindert man, dass es später eklige backpulverklumpen im teig gibt) und fügt das unter stetigem rühren dem inhalt von schüssel eins hinzu.
dieser teig wird auf einer gut bemehlten arbeitsfläche rechteckförmig ausgerollt (vorsicht, der teig könnte klebrig sein; falls die arbeitsfläche nicht groß genug ist: erstmal nur eine hälfte ausrollen, später die andere hälfte genauso verarbeiten).

die teigfläche wird jetzt mit delikatem matsch aus 200 gramm gemahlenen haselnüssen, zucker nach geschmack (50 bis 100 gramm sind okay) und flüssigkeit nach gefühl (es sollte eben eine pampe sein) bestrichen.
jetzt wird der teig eingerollt (nochmal mit mehl bestäuben, falls er klebt). diese rolle schneidet man in einladende scheiben, in denen man bereits jetzt die formidablen schnecken erkennen kann, welche nach 20 minuten backzeit bei 160 bis 180 grad entstehen werden.
(die temperatur ist vom herd abhängig. bei umluftherden eher 160 grad wählen. alte herde sind gerne mal widerborstig, da muss man’s einfach ausprobieren.)

das ergebnis kann hell glasiert werden, wenn man böckchen darauf hat (oder wenn man eine unattraktive farbe vertuschen will), dazu empfehle ich 100 gramm puderzucker mit wenigen esslöffeln flüssigkeit (die man wirklich löffelweise reinrühren sollte, wenn man wenig erfahrung hat – ich habe beim ersten versuch zuviel genommen).

[ich weigere mich, fragen zu beantworten, die ungefähr in die richtung von »darf ich die gemahlenen haselnüsse durch mandeln ersetzen?« gehen. solange man nur mit genießbaren zutaten herumspielt, darf man in der küche grundsätzlich ALLES. phantasiebegabte zeitgenossen dürfen die füllung sogar mit zimt anreichern oder gar mohnschnecken backen.]

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