die storyline des highlanders

der letzte eintrag war grauenhaft. man möge nachsicht üben, ich kann das erklären.
es liegt alles an diesem highlanderbuch, welches mit einem druidenpriester beginnt, der die schnauze voll hat von »kriegen zwischen arroganten männern« und darüberhinaus einen nachfolger braucht. glücklicherweise kennt er den mann, der »den samen seines nachfolgers in sich [trägt]«. wir befinden uns in der handlung auf seite neun. an dieser stelle fühlte ich das erste mal einen anflug von ekelgrauen. na gut, er kennt also den mann, der ichwillsnichtnochmalaufschreiben, und zufälligerweise ist das der anführer eines clans, stark und wild. die passende frau dazu gibt es auch, allerdings lebt sie »im amerika des zwanzigsten jahrhunderts«. woher der druidenpriester weiß, dass es amerika gibt, bleibt etwas unklar, aber vielleicht ist das nicht die richtige stelle, um lästige fragen zu stellen, denn wir befinden uns immer noch auf seite neun und wollen ja endlich mal weiter im text. das problem soll zunächst hingenommen werden: wie schafft es der druidenpriester, die beiden zu einer paarung zu animieren, so dass sein nachfolger gezeugt wird? jetzt flackern eventuell kleine gedanken an dackelzüchtervereine und menschenwürde durch das ein oder andere gehirn, aber auch diese gedanken schieben wir fürs erste beiseite. stattdessen soll der grandiose einfall des duidenpriesters gewürdigt werden: der schottische clanführer muss eine zeitreise machen. gesagt, getan, es wird ein bisschen gezaubert und das geht natürlich schief. dergestalt nämlich, dass nicht nur der clanführer und einige seiner männer, sondern auch sein fieser erzfeind in die zukunft versetzt werden, weil leider eine ziemlich schlecht beschriebene kampfszene dazwischengekommen ist. dieses tohuwabohu dauert bis seite sechzehn. und das war erst der prolog.
das erste kapitel beginnt mit einer im sterben liegenden frau in einem krankenhausbett. aber keine angst, es ist nicht die zuchtmutter. auf diesen gedanken wäre ohnehin keiner gekommen, denn bereits im zweiten satz tritt deren schwester auf. »ihre augen waren geschwollen vor ungeweinten tränen«, ansonsten aber ist sie topfit und neuerdings tante, denn die verendende, die »stets die praktischere der beiden schwestern gewesen« war, hat kurz vor dem ultimativen torschluss noch schnell ein kind bekommen. und einige seiten, ehe es »ohne den schmerz eines todeskampfes« endlich vorbei ist, erleichtert sie ihr herz und erzählt der lieben tante etwas über den kindsvater. vor dem ist die mutter ausgerückt, weil er behauptet hatte, von einem »wilden gewitter« achthundert jahre durch die zeit geschleudert worden zu sein. aber keine angst, schon an dieser stelle (seite 23) ist klar, der kindsvater ist nicht der spermienbesitzer, denn sie haben unterschiedliche namen. die nächsten acht seiten wird ein wenig mit dem baby herumgetan und die schwester (grace) verspricht der kindsmutter (mary), das kind dem vater (michael) zu bringen, denn der ist angeblich »fest wie ein fels«. grace ist sich allerdings noch unsicher, ob sie das versprechen halten wird, denn sie hält diesen michael (wer könnte das sein? ich habe ihn schon erwähnt! na? na?) für geisteskrank. kapitel eins ende.

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