die tortur des highlanders

es war nicht schön, aber es war zu erwarten.
ich habe ein highlanderbuch gelesen, und es hat mir gar nicht gefallen. schon als ich in der bahnhofsbuchhandlung zum schundständer schlich, fühlte ich mich unwohl und beobachtet. am liebsten hätte ich mich vor den menschen, die mich anstierten, für diesen geschmacksbruch gerechtfertigt. wenn die besitzer dieser grauenhaften augen gewusst hätten, dass ich später auch noch ein seriöses buch kaufen würde, mir wäre wohler gewesen. aber ich habe es ihnen nicht erklärt, denn sonst wären sie wohl wirklich auf mich aufmerksam geworden. und das durfte nicht geschehen. trotzdem spürte ich ihre blicke auf meinem anorak. wäre ich eine figur aus einem highlanderbuch, hätte ich ihre eindringlichen blicke auf meiner haut gespürt, aber das wusste ich noch nicht. ich war ja noch in der bahnhofsbuchhandlung und schleppte mich zur kasse. das war schwierig, denn ich wurde auf dem weg von diesen stielaugen wie an einem schandpfahl fixiert. von der kassiererin wurde ich dann taxiert. ich glaube, sie hielt mich für eine frustrierte hysterikerin (damit hat sie nicht ganz unrecht, ich bin frustriert und hysterisch, aber irgendwie anders als die zielgruppe; darauf muss ich bestehen). als ich dann im zug saß, fiel mir auf, dass ich offensichtlich schon durch die erwägung des kaufs dieses buches iq-punkte verloren hatte. die idee, es vor der uni zu kaufen, war nämlich total bescheuert. ich hatte den ganzen tag über angst, es könne aus meiner tasche fallen. und dann hätte ich nämlich die uni wechseln müssen, was mir jetzt, wo ich so erfolgreich bin und prima protegiert werde, überhaupt keinen spaß gemacht hätte. aber haha, zu diesem zeitpunkt hatte ich ja noch keine ahnung von dingen, die überhaupt keinen spaß machen. denn ich hatte das buch ja noch nicht gelesen.
[bald dann etwas zum plot.]

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