kurz notiert

hier eine kleine zusammenfassung der letzten ereignisse.

sonntag: esse bei meiner oma gefüllte paprikaschoten und erfriere fast beim sonntäglichen friedhofsbesuch, weil ich keine jacke mitgenommen habe. vernachlässige danach im zuge meiner häuslichen studien den zeitplan zugunsten des racheplans.

montag: im kino ruft eine frau an, die nur mal fragen wollte, was das ist, dieses kino. etwa ein ganz normales kino? damit übertrifft sie die frau, die in der vorherigen woche telefonisch vorstellungen für hundebesitzer angeregt hat. kommt aber nicht ganz an den mann heran, der sich vor zwei jahren persönlich erkundigt hat, ob wir in einem unserer säle einen geheimen zugang zum »hotel da hinten« haben.

dienstag: obwohl die uni offiziell ab 12 uhr geschlossen ist, treffen wir uns heimlich zum hermeneutik-seminar (in den folgenden tagen gehe ich allen mit gadamer auf den sack). danach im aufzug werde ich durch einen eiszeit-flyer verwirrt und in eine peinliche situation gebracht (dazu vielleicht bei gelegenheit mehr). tobias denkt darüber nach, ob er sich den rücken enthaaren lassen soll, ich rate davon ab.

mittwoch: nach stundenlanger adorno-lektüre (vgl. zeitplan) besuche ich einen vortrag über technikethik, dessen quintessenz ungefähr lautet, dass kompromisse eine schreckliche sache sind. tarek bespöttelt meinen kronleuchteraugenaufschlag, und ich frage mich, ob ich ihn jemals bei künstlichem licht in braunen schuhen sehen werde.

donnerstag: obwohl yvonne regelmäßig an wahrnehmungsexperimenten teilnimmt, ist unsere wahrnehmung eingeschränkt, als wir die verhandlungsstudie suchen, an der wir teilnehmen wollten. wir meistern eine einschüchternde treppe, die ebenso außergewöhnlich steil wie außergewöhnlich schief ist. ich trage ihr bei einem kakao in der cafete auf, einem lästigen verehrer einzureden, ich ließe mich zum ninjakrieger ausbilden.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.