l´art poor l´art

ich gründe aus langeweile ab und an gerne zeitlich befristete kunstprojekte, die auch wahnsinnig viel aussagen. ungefähr so, wie die überschrift hier.
das letzte mal war ich musikproduzentin und habe unter dem namen foxi thorhammer mit lmms äußerst tanzbare discobeats kreiert und diese dann mit selbstkomponierter zwölftonmusik unterlegt, damit sich das niemand mehr freiwillig anhört. eine einzigartige symbiose aus schöpfung und zerstörung. und so dialektisch, dass hegel neidisch wäre. ich wollte damit irgendwas kritisieren, vermutlich die gesellschaft oder so.

diesmal bin ich performänzkünstler und lese stimmungsvolle gedichte von brentano über liebe, weltschmerz und todessehnsucht, zwischen deren zeilen ich kleine rap-pöbeleien über frauen und geschlechtsteile einfüge. nun bin ich mir nicht sicher, ob ich damit brentano verspotten oder den trivialen romantikbegriff oder geschlechterrollen kritisieren will, die sache ist auf jeden fall höchst bedeutsam.

Ein Gedanke zu „l´art poor l´art

  1. ich tippe solche kunstprojekte ja nur mehr in das dafür am desktop gespeicherte txt-dokument »akttxte«, was man als »akt-texte« fehlinterpretieren kann, was aber in wahrheit »aktuelle texte« heißt und ganz in wahrheit »txt-dokument, in das man alles hineintippt, damit eine ruhe ist und man den schmarrn vergessen kann und in regelmäßigen abständen löschen«.

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