vom guten ton und der geographie

während des vormittagschlafs habe ich heute folgende einsicht gewonnen:
»freunde, die alle sehen dürfen und die man bei stuhlmangel auch mal sich auf den schoß setzt, dürft ihr gerne behalten. wer sein herzblatt allerdings nur mitbringt, um sich bei nächster gelegenheit ungefragt aufs bett des gastgebers zu schmeißen oder wild herumfummelnd jedem gespräch sich entzieht, für den gilt: freund unerwünscht!«

dann wurde ich aufgrund meiner im weltenplan noch nie dagewesenen erkenntnis von einem redakteur für ein irre trendy stadt- bzw. citymagazin besucht, der mir dann so fragen stellte wie zum beispiel: »eier haben nicht zu viel schale. ja oder nein?«, »nenne sieben länder am polarus, die gerne mal die interessen der türkei vertreten.«
meine antworten »nein, zu viel schale haben die eigentlich nicht. also, sie haben schon schale, das ist richtig, aber ich würde nicht unbedingt sagen, dass es zu viel ist« und »naja, ich weiß jetzt zwar nicht so genau, wo der polarus liegt, aber ich sag mal, das sind albanien, georgien, turkmenistan, tadschikistan und, hm, da gibt es doch noch so eins mit -tan? kasachstan ist es nicht, da wohnen nur katholiken, ach egal, schreib das trotzdem mal auf« die waren natürlich vollkommen falsch. einen tollen preis gewonnen habe ich trotzdem, nämlich eine eigens für mich aufgrund meiner antworten zusammengestellte virtuelle band. der redakteur war auch sehr geduldig und zeigte mir auf nachfrage gerne, wie die band ausgesehen hätte, wenn ich die frage, ob ich tiefkühlbohnen möge, mit ja beantwortet hätte. (für interessierte leser: die leute im hintergrund hätten dann kürzere unterröcke getragen.)

ein paar minuten nach dem aufstehen schon fiel mir das land mit -tan ein, kirgistan. obwohl das, zugegeben, nicht am polarus liegt.

2 Gedanken zu “vom guten ton und der geographie

  1. Um ein Haar hätte ich mich berufen gefühlt, Dich zu korrigieren: Ich war mir SO sicher, daß das Kirgisistan heißt – also immerhin ein „is“ mehr als Du wähntest. Für Deine Schreibweise warf Google 3.180.000 Fundstellen aus, für meine dagegen bloß 2.490.000, also fast nix. Und die müssen es ja wissen. Gut, daß ich meine Klappe gehalten habe.

    Ich habe mal gelesen – wohl in Publikationen von Leuten, die sich dem Kampf für das Ernstnehmen des Biorhythmus verpflichtet fühlen – daß (Zitat) „Träume zu BEGINN der Nacht verteilt werden“ – nach dem First-come-first-serve-Prinzip die GUTEN also an die FrühzubettgeherInnen weggehen. Dies zwingt mich notwendig zu der Überlegung, daß meine kruden Spätmorgen-Träume womöglich Folge so einer Art Reste-Essens sind: Es wird geträumt, was halt noch weg muß, und was sonst keiner wollte / -sich traute.

  2. habe auch mal von der bezeichnung kirgisien gehört, weiß aber nicht, ob die auch korrekt ist.
    das mit der traumverteilung scheint mir nicht zu stimmen, denn ich habe gestern erst zwischen zehn und zwölf uhr abends einen ganz furchtbaren traum gehabt, in dem ich mir einbildete, meine geliebte wolle mich in einer badewanne ertränken.

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