teatime

gerade starre ich zwei sehr interessante teelichter auf meinem schreibtisch an.
dem einen ist nur noch wenig wachs im fragilen aluminiumschälchen verblieben. es ist vollständig verflüssigt, in seiner mitte liegt (oder läge, hätte ich es nicht vorhin zur seite geschoben), das dochtplättchen wie ein einbeiniger käfer auf dem rücken, der nicht mehr aufstehen können wird, wenn gleich die flamme verlöscht und das wachs sich wieder zäh verdichtet.
das andere, erst vor einigen minuten entzündet, sein docht oben verdickt und gespalten, er sieht jetzt aus wie ein knolliger schwarzer stempel in einem wachsweißen blütenkelch.

4 Gedanken zu „teatime

  1. das ist die verflüssigung unserer lebenswelt, von der zygmunt baumann und adrienne goehler sprechen. schönes neues jahr wünsch ich dir.

  2. Nein, auf den köstlich krossen Text, Frau Foxi.

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