von david, der einmal ein unkonventionelles problem hatte

david hatte übrigens mal ein unkonventionelles problem, nämlich flog er zu einem aktuellen lover nach england und hatte angst, von diesem aufgrund seiner ebenso unverschämt teuren wie unverschämt seltsam aussehenden tasche von louis vuitton als »modeschwuchtel« gebrandmarkt zu werden. ich, gutfreund, gab ihm verschiedenerlei ratschläge (tasche daheimlassen, stattdessen eine normatüte mitnehmen; tasche bisschen kaputtmachen und behaupten, er hätte sie im müll gefunden; tasche mit edding bis zur unkenntlichkeit entstellen; dem lover sagen, er solle froh sein, dass tasche kein rucksack von eastpack ist; logo überkleben; tasche verlieren; dem lover auch so eine tasche schenken), aber keine mochte er.

gesprächsauszug:

david so: »ich glaube, jeremy wird meine louis vuitton messenger bag nicht mögen.«
ich so: »gut, vielleicht findet er es bescheuert, sich eine tasche für siebenhundert euro zu kaufen, aber mit dieser meinung stünde er eventuell nicht alleine da.«
[…]
ich so: »ich überlege mir nur, wie man deine beziehung retten kann.«
david so: »meine beziehung rette ich lieber alleine«
ich so: »du willst ja in erster linie deine tasche retten«
david so: »nein, ich will jeremy und meine tasche unter einen hut bringen. meine hüte sind übrigens alle von h&m.«

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