communication breakdown

weil ich mich nicht dafür schäme, dass hier keine interaktion stattfindet (interaktion nämlich ist eine form der kommunikation, bei der ich wahrnehmen kann, wie der andere mich wahrnimmt und andersherum. kommunikation unter anwesenden also, bezogen auf den jeweils anderen. bei blogs ist das eher nicht der fall. eine blogschreiberin richtet sich an niemanden speziell, die artikel sind, von fiesen zugangsbeschränkungen durch soziale ungleichheiten mal abgesehen, für jeden lesbar, auch mehrmals, zu beliebigen zeiten.), trickse ich nicht auf der semantischen ebene herum (wie z.b. radiomoderatoren, die ihre zuhörer persönlich begrüßen und ihnen so das gefühl zu geben, eine interaktion fände statt. die andere seite ist aber nicht minder gewitzt und steigt durch emotionale bindungen an die plappermäulchen darauf ein). hier findet nicht einmal eine parasoziale interaktion (so nennt man diese interaktion, die keine ist) statt. das will ich wirklich in aller deutlichkeit sagen, denn sonst muss ich mich womöglich eines tages wie harald schmidt mit faz-artikeln herumschlagen, falls ich mir einen bart wachsen lasse.
[originaltext kursiv, am 29. juni versehen mit dem verständnis dienlichen anmerkungen]

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