glitzer wichser

»überall glitzert und funkelt es«, zumindest behaupten das die leute im fernsehen.
hier allerdings glitzert und funkelt es höchstens, wenn man der fama glauben schenkt, augen könnten vor wut funkeln, denn dann täten die meinigen es in diesem moment. ein moment, der zeitlich genau eine woche vor meinem 26. geburtstag verortet ist. und ein moment, in dem ich aus einem supermarkt zurückkehre, in welchem ich beim kauf einer tafel ritter sport williams-birne trüffel JUGENDSCHUTZGEPRÜFT wurde.
demütigungen pflastern meinen weg.

die tortur des highlanders

es war nicht schön, aber es war zu erwarten.
ich habe ein highlanderbuch gelesen, und es hat mir gar nicht gefallen. schon als ich in der bahnhofsbuchhandlung zum schundständer schlich, fühlte ich mich unwohl und beobachtet. am liebsten hätte ich mich vor den menschen, die mich anstierten, für diesen geschmacksbruch gerechtfertigt. wenn die besitzer dieser grauenhaften augen gewusst hätten, dass ich später auch noch ein seriöses buch kaufen würde, mir wäre wohler gewesen. aber ich habe es ihnen nicht erklärt, denn sonst wären sie wohl wirklich auf mich aufmerksam geworden. und das durfte nicht geschehen. trotzdem spürte ich ihre blicke auf meinem anorak. wäre ich eine figur aus einem highlanderbuch, hätte ich ihre eindringlichen blicke auf meiner haut gespürt, aber das wusste ich noch nicht. ich war ja noch in der bahnhofsbuchhandlung und schleppte mich zur kasse. das war schwierig, denn ich wurde auf dem weg von diesen stielaugen wie an einem schandpfahl fixiert. von der kassiererin wurde ich dann taxiert. ich glaube, sie hielt mich für eine frustrierte hysterikerin (damit hat sie nicht ganz unrecht, ich bin frustriert und hysterisch, aber irgendwie anders als die zielgruppe; darauf muss ich bestehen). als ich dann im zug saß, fiel mir auf, dass ich offensichtlich schon durch die erwägung des kaufs dieses buches iq-punkte verloren hatte. die idee, es vor der uni zu kaufen, war nämlich total bescheuert. ich hatte den ganzen tag über angst, es könne aus meiner tasche fallen. und dann hätte ich nämlich die uni wechseln müssen, was mir jetzt, wo ich so erfolgreich bin und prima protegiert werde, überhaupt keinen spaß gemacht hätte. aber haha, zu diesem zeitpunkt hatte ich ja noch keine ahnung von dingen, die überhaupt keinen spaß machen. denn ich hatte das buch ja noch nicht gelesen.
[bald dann etwas zum plot.]

kurz notiert #3

freitag: tagsüber mal wieder im lateinkurs, davor einige erledigungen im sinne des zeitplans. bringe nebenbei auf dem heimweg einen staatsbürger zur raison und lobe die demokratie. besuche später einen freund, der mich zum verschnabulieren einer halben mozartkugel nötigen will. da diese ungefähr minidickmanngroß ist, ich mozartkugeln aber ungefähr hallorenkugelgroß in erinnerung habe, weigere ich mich standhaft, das könnte ja weißgottwas sein. nachdem wir die frage, was genau ein buch spannend macht, nicht klären konnten, marschiere ich durch wind und wetter nach hause.

samstag: werde von freunden mit dem »romanes eunt domus«-scherz aufgezogen und lasse mich zu einer korrektur dieses satzes hinreißen. muss mir danach vorwerfen lassen, die erklärung bei monty python sei besser. telefoniere mit t., der mich zu sozialen kontakten überreden will. er hat sich den rücken übrigens nicht enthaaren lassen.

sonntag: verschiebe das beantworten unzähliger emails auf unbestimmte zeit und esse bei meiner oma wie gewünscht spinat mit spiegelei. hatte über 24 stunden kein latein mehr und bin deswegen den ganzen abend über unruhig. überlege, wie ich meine freunde loswerden kann, um mehr zeit zum lernen unregelmäßiger verben zu haben.

montag: endlich wieder lateinkurs. stelle fest, ein enorm gut über das partizip perfekt passiv informierter versager zu sein. erhalte eine offizielle einladung auf einem kleinen gelben post-it. glaube, sowas nennt man »angenehm unbürokratisch«.

dienstag: kaufe eine hose und einen pullover, da mir der lateinkurs keine zeit zum wäsche waschen lässt. beschließe, fortan einen semiotischen kulturbegriff zu vertreten.

mittwoch: schicke eine geplagte bibliotheksaufsicht von hier nach dort, um morgens vor latein ein wenig theater heute zu lesen. muss gegen nachmittag den kurs für ein gespräch im rahmen des zeitplans und zwei vorherige beruhigungszigaretten kurzfristig unterbrechen. bekomme dort eine reihe unbequemer fragen gestellt, überstehe die sache dann aber doch irgendwie. fahre später mit meiner mutter bus, die mich mit einer weiteren unbequemen frage konfrontiert, nämlich seit wann ich mir die nägel in einem so ***** rosa lackiere.

donnerstag: erlerne im lateinkurs die korrekte verwendung des konjunktiv plusquamperfekt passiv. bin inzwischen an unkontrolliertem seufzen zu erkennen (genauer: ich bin die, die alle fünf minuten »oh gott« stöhnt). laufe auf dem heimweg versehentlich an zweitausendeins vorbei und finde später zuhause ein gelbes suhrkampbändchen (ernst bloch: politische schriften 1917 – 1919) in meiner tasche. die kaufanreize sind teuflisch geworden heutzutage.

kurz notiert #2

freitag: verspüre aus heiterem himmel ein heftiges und wildes bedürfnis, lieder von queen anzuhören. und mitzusingen. nachdem ich meine stimmbänder ruiniert habe, widme ich mich der bewerbung eines freundes, die es qualitätssicher im team aufzuhübschen gilt. da »superkräfte« und »als kind in den zaubertrank gefallen« vielleicht etwas dick aufgetragen sind, entscheiden wir uns (ebenfalls qualitätssicher im team) für britisches understatement: »Sie sind für mich die beatles des id-managements«.

samstag: auch an diesem tag existiere ich körperlich. leider schleicht sich ein verirrter queen-ohrwurm in mein gehirn, der einen großteil meiner erinnerungen löscht und mit informationen über vanilleschoten überschreibt.

sonntag: werde frühmorgens vom klingeln des telefons aus einem traum über meinen abtrünnigen lieblingskaiser julian gerissen. die sekretärin meines mentors ist dran, sie übermittelt mir seinen neuesten auftrag. ich soll einen lateinkurs besuchen, um in meinem nächsten traum kompetenter zu wirken. julian spricht aber lieber griechisch, wende ich ein. hm, sagt sie und raschelt mit papier, ich kann ihnen nur sagen, was hier in meinen unterlagen steht. dann legt sie auf, und ich esse später bei meiner oma hirseauflauf. danach sonntäglicher friedhofsbesuch.

montag: finde mich pünktlich zum lateinkurs ein, in dem ich die nächsten zwei wochen verbringen werde. wir sind ungefähr vierzig leute mehr als geplant war. bin immer noch queen-geschädigt und übernehme daher die leitung einer arbeitsgruppe. muss danach arbeiten und komme erst nachts um halb eins nach hause. diesmal keine lustigen kundenanrufe, stattdessen wurden die regler für die saalbelüftung einen meter höher gesetzt, weil ich die gerne mal übersehe.

dienstag: begegne morgens auf dem weg zum kurs am bahnhof japanern, die metallköfferchen mit der aufschrift »biohazard robots« herumziehen wie kleine spielzeugenten. kann meinen augen nicht trauen und gucke nochmal hin, inzwischen steht da aber nur noch »bioloid robots«. vermutlich ist mal wieder spielzeugmesse. dekliniere danach stundenlang wörter und präsentiere erkenntnisse über die römische geschichtsschreibung.

mittwoch: im lateinkurs fragt mich verena, ob sie mal von meiner cocae colae trinken dürfe. deklinieren danach zum spaß das wort zero (dativ oder akkusativ maskulin oder neutrum im singular, nominativ zerus oder zerum) und übersetzen cicero. »romae magnae discordiae sunt« wird zu »in rom gibts krassen stress«. und ganz gallien ist fett verkracht in drei teile, habe ich mir sagen lassen. überlegen, ob man vokative mit »alder« übersetzen kann. bemerke, dass queen nicht zum »van damme«-choir, sondern zum fandango auffordern.

donnerstag: bin einerseits froh, diesen lateinkurs zu besuchen, weil ich endlich das spiel verstehe, bei dem man nicht ja und nein sagen darf. befürchte aber andererseits, einen dauerhaften schaden davonzutragen, weil der kurs zu viel platz in meinem leben einnimmt, und ich dank eines äußerst abschreckenden beispiels weiß, was aus einem werden kann, wenn man nicht rechtzeitig die reißleine zieht. verbringe deswegen die mittagspause in der bibliothek der germanistik und werde von bildung und weisheit erfreut und bewegt. muss gleich frauentausch gucken, damit das aufhört.

kurz notiert

hier eine kleine zusammenfassung der letzten ereignisse.

sonntag: esse bei meiner oma gefüllte paprikaschoten und erfriere fast beim sonntäglichen friedhofsbesuch, weil ich keine jacke mitgenommen habe. vernachlässige danach im zuge meiner häuslichen studien den zeitplan zugunsten des racheplans.

montag: im kino ruft eine frau an, die nur mal fragen wollte, was das ist, dieses kino. etwa ein ganz normales kino? damit übertrifft sie die frau, die in der vorherigen woche telefonisch vorstellungen für hundebesitzer angeregt hat. kommt aber nicht ganz an den mann heran, der sich vor zwei jahren persönlich erkundigt hat, ob wir in einem unserer säle einen geheimen zugang zum »hotel da hinten« haben.

dienstag: obwohl die uni offiziell ab 12 uhr geschlossen ist, treffen wir uns heimlich zum hermeneutik-seminar (in den folgenden tagen gehe ich allen mit gadamer auf den sack). danach im aufzug werde ich durch einen eiszeit-flyer verwirrt und in eine peinliche situation gebracht (dazu vielleicht bei gelegenheit mehr). tobias denkt darüber nach, ob er sich den rücken enthaaren lassen soll, ich rate davon ab.

mittwoch: nach stundenlanger adorno-lektüre (vgl. zeitplan) besuche ich einen vortrag über technikethik, dessen quintessenz ungefähr lautet, dass kompromisse eine schreckliche sache sind. tarek bespöttelt meinen kronleuchteraugenaufschlag, und ich frage mich, ob ich ihn jemals bei künstlichem licht in braunen schuhen sehen werde.

donnerstag: obwohl yvonne regelmäßig an wahrnehmungsexperimenten teilnimmt, ist unsere wahrnehmung eingeschränkt, als wir die verhandlungsstudie suchen, an der wir teilnehmen wollten. wir meistern eine einschüchternde treppe, die ebenso außergewöhnlich steil wie außergewöhnlich schief ist. ich trage ihr bei einem kakao in der cafete auf, einem lästigen verehrer einzureden, ich ließe mich zum ninjakrieger ausbilden.

zu gast an deutschen tischen

erlangen, ein akademisches viertel nach zwei, hermeneutik-seminar. der referent hat abgesagt, nach den weihnachtsferien ist niemand besonders gut auf den zu besprechenden text¹ vorbereitet. auf anregung einer kommilitonin simulieren wir ein wenig praktische arbeit und gucken uns nochmal einen schon vor einigen wochen besprochenen text² an und spielen einen interpretationsprozess durch, in dem wir den latenten sinn einer interaktionssequenz (es handelt sich dabei um ein tischgespräch einer familie, daran beteiligt sind auch zwei beobachter) rekonstruieren wollen. wir diskutieren mögliche fragestellungen (ein vorschlag hierzu ist, ob sich familien am tisch anders verhalten, wenn gäste anwesend sind. der dozent gibt eine anleitung, wie man das in soziologensprache umformulieren kann: »gastlichkeitsrituale in familiärer interaktion«), betrachten dann die erste vorliegende zeile des protokolls. diese lautet:

47 K[6] 7: danke ebenfalls, ’n guten appetit
(affektiert, nachahmend)

jetzt entwickeln wir reihum verschiedene interpretationen. wir erkennen, dass dieser aussage vermutlich eine andere vorausgegangen ist, welche wir aber nicht kennen. der erste vorschlag interpretiert die zeile als äußerung einer multiplen persönlichkeit, die mit sich selbst (bzw mit eines teils ihrer selbst) spricht. weitere vorschläge: es handelt sich um einen sehr einsamen menschen, der sich selbst einen guten appetit wünscht, um gesellschaft zu simulieren; jemandem wurde in der u-bahn aufs bein gekotzt³, der betreffende ironisiert die situation; es handelt sich um ein tischgespräch, bei dem ein teilnehmer ein höflichkeitsritual in ironisch gebrochener weise zitiert; das essen schmeckt nicht, die person tut durch den affektierten tonfall ihr missfallen kund; es handelt sich um eine theaterprobe; die sprecherin ist nach sieben jahren aus einem mädchenpensionat nach hause zurückgekehrt und spöttelt über die dortigen konversationsregeln; die äußerung ist ein filmzitat oder insider-scherz; jemand erzählte vorher am tisch von einem als eklig empfundenen artikel über kannibalismus; der sprecher ist als gast bei außerirdischen, die zwar deutsch sprechen, aber kamelhaare mit erdnuss-soße servieren; die person ironisiert das tischritual, weil sie sich in einem hungerstreik befindet usw.
nach dieser interpretationssammlung betrachten wir die zweite vorliegende zeile:

48 M 16: mehm

wir erkennen: es gibt mindestens einen interaktionspartner, damit sind die interpretationen »multipel« und »einsam« ausgeschlossen. nach kurzen exkursen zu den themen »rechtschreibfehler« und »ziege am tisch« und einbeziehung unseres vorwissens über den kontext, was »theaterprobe«, »u-bahn« und »außerirdische« ausschließt, machen wir weiter in der interpretation. die vorschläge lauten im einzelnen: unwirsche äußerung der mutter, die längst resigniert hat; mutter ist in gedanken und hat nicht zugehört; mutter kann nach unfall nicht mehr sprechen; es handelt sich um eine neuartige erziehungsmethode; mutter wollte eigentlich etwas anderes sagen (nämlich »mehr hast du wohl nicht zu sagen, du rotzblag«), bricht diese äußerung ab und repariert sie zu »mhm« (hinweis auf gespaltene motivlage). in der dritten zeile dann der vater:

49 V 10: Mampf, mampf

[und ab da lag ich dann mitsamt der hälfte des seminars lachend unterm tisch.]

¹ keller, reiner (2003): der müll der gesellschaft. eine wissenssoziologische diskursanalyse, in: ders., e.a. (hg.), handbuch sozialwissenschaftliche diskursanalyse, band 2, forschungspraxis, opladen: leske und budrich, s. 197-233.
² oevermann, ulrich, tilman allert, elisabeth kronau, jürgen krambeck (1979): die methodologie einer »objektiven hermeneutik« und ihre allgemeine forschungslogische bedeutung in den sozialwissenschaften, in: hans georg soeffner (hg.), interpretative verfahren in den sozial- und textwissenschaften, stuttgart: metzler, s. 352-434.
³ vorschlag des dozenten

wotans wut

ich wurde vor ein paar tagen auf dem alljährlichen weihnachtsklassentreffen nicht nur mit den lebensgestaltungsplänen der leute aus meinem abijahrgang (da sind ziemlich tolle sachen dabei, zum beispiel kuhkrankheiten erforschen und energie aus müll machen) und lustigen geschichten von früher, sondern auch mit der verstörendsten toilettenwerbung seit langem konfrontiert.


[vielen dank an christian s., der mich als erster darauf hinwies.]

über gestern abend

ich möchte da nur zwei dinge für eine eventuelle biographie festhalten.
erstens: der satz »könntest du bitte meine hand loslassen?« in all seinen variationen ist mir ein stetiger begleiter auf meinem langen und steinigen weg von kneipe zu weihnachtsfeier zu dubioser privatwohnung und so weiter.
zweitens: wenn leute getrocknete schmetterlingsflügel als lesezeichen verwenden, so finde ich das eher allumfassend abschreckend als sprudelnd originell.

eigentlich schrieb gadamer lebensberatungsbücher

in einer stunde über gadamers »wahrheit und methode« sprachen wir heute nicht nur über den memorial-charakter des reformiert-lutheranischen abendmahls, sondern auch über urlaubsziele (an deutschen universitäten lernt man allen unkenrufen zum trotze in der tat etwas praktisches fürs leben, nämlich dieses: wenn der eine in die berge fahren will, der andere aber ans meer, sollte man sich unbedingt darüber verständigen, was genau man unter berge und meer versteht, denn vielleicht wollen beide partner die lofoten bereisen und unterliegen lediglich einem verständnisproblem, das durch intensive gadamer-lektüre ausgeräumt werden kann. und tatsächlich lösten sich, nachdem dieser umstand erschöpfend geklärt war, alle beziehungsprobleme aller anwesenden in luft auf, ich konnte sie regelrecht verpuffen hören. oder vielleicht war das auch das stöhnen meiner banknachbarn, weil wir für nächste woche schon wieder so irre viel lesen müssen).
bei partnerschaftskrisen jeglicher art also einfach mal knapp tausend seiten gadamer lesen, dann erledigt sich alles von selbst. wenn man glück hat, erledigt sich sogar die gesamte beziehung aufgrund von akutem zeitmangel [an dieser stelle eine kleine linguistische serviceleistung: aufgrund mit genitiv, aufgrund von mit dativ].

aus dem journal (s.273f)

inzwischen haben sich mal wieder einige neuerungen ergeben, nämlich habe ich inzwischen ein offizielles dokument, welches ich als solches anerkenne, da das unilogo darauf eingeprägt ist. das logo ist gelb, die prüfungsordnung (09/80) älter als ich (12/82). werde mir als belohnung eine mitgliedschaft in der novalisgesellschaft spendieren.
a. und ich waren gemeinsam auf der buchmesse, wo wir folgende personen trafen: einen menschen, der seinem telefonpartner mitteilte, dass zwanzig euro nicht reichten, da seine konten insgesamt um achttausend euro überzogen seien (es waren mehrere konten, a. rechnete freundlicherweise das gesamtsaldo aus. a. kann übrigens auch noch nullstellen berechnen und ???-rätsel auswendig zitieren. würde jetzt gerne schreiben, der junge sei schlichtweg wow, bin mir aber unsicher, ob er sich gerade als junge oder als mädchen fühlt und verzichte daher darauf). einen biologen, welcher mit nachtaktiven reptilien arbeitet, was ihn in die glückliche lage versetzt, tagsüber die frankfurter rundschau verchecken zu können (ließ mir ein gratisabo aufschwatzen, a. hingegen bleibt standhaft bei der konkurrenz). fritz stern, der sich von einem spiegel-schreiber, welcher auch in sprechpausen den mund geöffnet hielt (und hier versuche ich mich einmal an einem kleinen insider: es gibt zu jeder situation im leben eine passende fantaghiro-parallele; dieser scherz nimmt bezug auf einen bekannten, welcher das analog für die simpsons behauptete. allerdings behauptete der vor nicht allzu langer zeit auch, er sei heterosexuell, also muss man seine äußerungen vermutlich insgesamt nicht ernst nehmen), seltsame fragen stellen lassen musste.

außerdem bin ich noch das zitat aus the wall schuldig, mit dem ich meine mutter am liebsten begrüße. es ist dieses: mother, do you think they drop the bomb? wobei ich es auch gerne mal übersetze, wenn ich bei ihr im büro vorbeischneie; da sage ich dann also, mutter, glaubst du, sie lassen die bombe fallen?

[auf anfrage teilte a. mir eben sowohl seinen rechenweg mit, als auch, dass er sich gerade als elch fühle.]

die mörder sind unter uns

letzte nacht so kurz vor halb drei. mein bekannter und ich stehen in einer tankstelle, die nach zwanzig uhr alkohol nur noch an reisepublikum abgibt, das heißt: an personen, die mit dem auto vorfahren. nach einer anstrengenden lesung über eine familie, in der alle nasenbluten, super-8-kameras und freunde mit bindehautentzündung haben, gelüstet es uns nach eiscreme. und zwar soll es ein magnum sein. wir wählen unser eis aus, als wäre es die kleidung für unseren abschlussball, mein bekannter nämlich eins mit dunkler schokolade, ich ein weißes. wir scherzen darüber und gehen zur kasse. romantische geigenmusik setzt ein. das freundliche verkaufspersonal scannt elegant das magnum meines begleiters. oh, sagt mein bekannter, und eine schachtel chesterfield bitte. ich gucke irritiert, wir zahlen.
gleich danach dann draußen. seit wann er chesterfield rauche? ach, erklärt er, das sei ja eigentlich eine typische mördermarke. man denke nur an death proof. während ich herauszufinden versuche, ob wir jetzt wirklich, immerhin ist es mitten in der nacht, gemeinsam in meine wohnung gehen sollten, schaltet irgendjemand die romantische geigenmusik einfach ab.

daylight, i’m so absent-minded

leider derzeit überaus beschäftigt. in kürze hier zu lesen: die zitate aus the wall, mit denen ich meine mutter am liebsten begrüße. mein standpunkt zum kurtschatowium und zu den transuranen.
ansonsten erwähnenswert: t. hält sich nicht mehr für joan collins. will jetzt heftchenromanautor werden. d. immer noch in tel aviv. er hat sich den rücken enthaaren lassen. ich höchstselbst las aus langeweile im zug titan (jean paul), death kit (susan sontag), lunar park (bret easton ellis), a spot of bother (mark haddon), die titanic, die konkret und diverse adelsschicksalsromane (zu studienzwecken). of montreal haben ein neues album. es ist recht ordentlich.

was zuvor geschah

vor ein, zwei wochen die letzte seminararbeit abgegeben und breche nun endlich das mir selbst auferlegte schweigen, berichte von einer erstaunlichen begebenheit, die zu beobachten ich vor einigen tagen das vergnügen hatte. nämlich saß damals, als ich unterwegs war auf dem weg zur bank, ein wenig bargeld abzuheben, um später noch ein schmales rosa bändchen kluger worte erwerben zu können; also damals, als ich entschieden hatte, mein bücherregal um derridas ausführungen über schurkenstaaten aufzustocken, weil ich, zumindest was frisur, zerknitterte leinenhosen und zeitweilige launen angeht, auch gerne mal der villain-typ bin, wobei ich das mir fehlende kantige kinn durch gewisse gesten ausgleiche, also beispielsweise kann ich einen pistolenlauf ablecken, während ich zeitgleich eine augenbraue verwegen lupfe. diese villainhafte attitüde, welche ich zumindest in dieser hinsicht aus waffenrechtlichen gründen selbstverständlich nicht im guten alten europa, sondern im good old wild west, geographisch genauer gesprochen im midwest auslebe; diese villainhafte attitüde also ermuntert nicht gerade viele menschen, mir frühmorgens nach dem aufstehen gesellschaft zu leisten, obwohl ich genau zu dieser tageszeit nicht das typisch villaineske verhalten an den tag lege, mich also nicht befleißige, missmutig äugend und schweigend schwarzen kaffee in mich hineinzuschlürfen, um wach genug zu werden, die anwesenden ordentlich anschnauzen und aufmischen zu können, sondern ganz im gegenteil; morgens greife ich zu einem molkedrink auf eis, der ist so richtig lecker, und danach dusche ich sehr lange sehr warm. aber meiner verkommenen leinenhose wegen sind die personen, die über mein aufstehverhalten bericht erstatten können, rar gesät. aber ich schweife ab, wir waren auf dem weg zur bank, den ich verwegen blickend beschritt, die beine meiner hose flatterten im wind; auf diesem weg zur bank, der nicht der war, den ich üblicherweise ging, denn einmal mehr wurde in der stadt eine irritierende marktveranstaltung abgefeiert, die straßen waren gesäumt mit kauflustigen; und obwohl ich es durchaus zu schätzen weiß, wenn bewunderer mir bei erledigung meiner tagesgeschäfte spalier stehen, drängle ich mich eher ungern durch hysterisch venezianischen fisch erwerbende menschenmengen; ich befand mich also auf dem weg zur bank, und die begebenheit, auf die ich seit vielen zeilen schon hinaus will, ist diese: nämlich damals, als ich auf dem weg zur bank war, ein wenig bargeld abzuheben […], da saß mitten auf der straße ein mann, und jetzt darf ich nicht wieder abschweifen, also der saß da mitten auf der straße auf einem stuhl und stimmte sein spinett.

von den plattmühlen

ich weiß jetzt, dass auch seriöse autoren sätze im fantasy-stil schreiben, also auf seite eins gleich mal ohne erklärung diverse figuren und orte mit adelstiteln und fremdländisch klingenden namen einführen. zum beispiel so: »an einem schönen frühlingsabend kam der junge spanische graf von cesara mit seinen begleitern schoppe und dian nach sesto, um den anderen morgen nach der borromäischen insel isola bella im lago maggiore überzufahren.« recht gelungen finde ich auch diesen satz: »diese zweifache glut hob den malerischen heros zur gestalt eines römischen musengottes empor.«
wer schoppe und dian sind, wird aber kurz darauf erklärt. schoppe ist »die rändelmaschine und der prägstock, der [den jungen grafen] münzt, der glättzahn und die plattmühle, die ihn bohnt, der mann, der ihn regelt«; dian ist »ein grieche von geburt und ein künstler«. außerdem erfahren, was whistonsche kometenkarten und wilkesche magnetische neigungskarten sind, außerdem, dass der bischof von novara einen degen führt.

marmelade im schuh

ich habe am mittwoch meine »intertextuelle bezüge zum alten testament in else lasker-schülers hebräischen balladen«-seminararbeit abgegeben und sehe seitdem in allen dingen intertextuelle bezüge, sogar in schuhen. sah gestern zum beispiel ein mädchen, das trug karierte stoffschuhe mit totenköpfen drauf, und dachte so, hm, die verweist mit diesen schlappschuhen auf badezimmerfliesen aus den achtzigern, das barocke memento mori, außerdem auf gothic novels (vgl. otranto, castle of; otranto liegt in apulien, apuleius ist ein rhetoriker aus karthago, da haben wir dann wieder zerstörung und tod; außerdem shelley, mary + percy; bin zum shelley-aufreißen leider knapp zehn jahre zu alt), piraten und schlechten geschmack. und sankt pauli. dann ein anderes mädchen, welches rote ballerinas mit weißen punkten drauf spazieren führte, die verweist also auf die unglaubliche artenvielfalt im käferreich, außerdem auf den prix de lausanne, und wahrscheinlich hält sie vadim muntagirov für einen begnadeten tänzer. oder nein, das tue ja ich.
dass ich den schein für die arbeit seit heute habe, hat mich kaum geheilt. ich saß heute lange zeit in der bibliothek und studierte darüber, dass lenz in seinen anmerkungen übers theater radikaler war als herder 1773 in habjetztvergessenwo, studierte außerdem conjectures on original composition von young und herders geniebegriff, da ging ein mädchen durch die büchertürme, die trug schuhe, die größtenteils aus einer ums bein geringelten schnur bestanden (also jeweils), und ich dachte mir so, hm, die verweist jetzt aber ganz schön heavy auf die typische mediale darstellung römischer gladiatoren.

man kannte schon damals die systembauweise

ich habe für heute mit dem lernen aufgehört, weil ich inzwischen eine chevy-chase-strophe erkenne, wenn ich eine lese. chevy chase ist übrigens nebenbei ein amerikanischer komödiant, weil man ja nicht 24/7 ballade sein kann (vergleiche dazu auch tropen, welche nebenbei eine klimazone sind, weil man nicht 24/7 rhetorische stilfiguren sein kann). kommod auch meine tätigkeit jetzt: auf der couch liegen und mich von einer dokumentation über den dreißigjährigen krieg berieseln lassen. ich bin nun allumfassend darüber informiert, wie man als feldscher jemandem die arme auf den rücken bindet, um ungestört den meißel ansetzen zu können. an knifflige aufgaben, also wunden mit öl ausbrennen oder so, würde ich mich zwar noch nicht unbedingt rantrauen, aber zum gedichte formal sezieren reichen meine bescheidenen kenntnisse hoffentlich allemal aus.

bachmann-special

heute morgen gegen acht anstrengende odyssee durch münchen unternommen. zweck: meinem zauberhaften gastgeber halstabletten versorgen, darüberhinaus einkauf von dreihundert taschentüchern, salbeitee und orangensaft. außerdem achtundzwanzig pfandflaschen zurückgebracht, um hier etwas mehr raum zu gewinnen. unterbreche meine aufzeichnungen, um bettlägerigem gastgeber erkältungstee zuzubereiten. nun aber wieder äußerst konzentriert an seinem imac, an dessen tastatur ich mich schon fast gewöhnt habe, denn einige beobachtungen, die wir während des ingeborg-bachmann-vorlesewettbewerbs gemacht haben, drängen danach, berichtet zu werden.

1. der schweizer semiotiker mit den großen ohren empfiehlt zum besseren textverständnis ein buch namens »hölderlin als hirnforscher«, welches er offensichtlich äußerst hip findet. überlege mir, selbst ernsthaft schriftstellerisch tätig zu werden. arbeitstitel meines hauptwerks: »brentano als astrophysiker«. werde ihn später eventuell ändern in »eichendorff als stahlarbeiter«.
anleitung zum basteln eines buchtitels: [beliebiger deutscher romantiker] als [beliebiger, möglichst abseitiger beruf]

2. sehr interessant der hemdenwechsel der juroren. während herr seltsamer vorname a punkt mangold tagelang in einem rosafarbenen, zur hälfte aufgeknöpften hemd erschien, wechselte frau strigl »konsequent« zwischen hemdchen in welkem grün, krankenhausgelb und mausbraun-mausgrau-kariert. meinen zauberhaften gastgeber erinnert sie ein wenig an herta däubler-gmelin. herr google corino, musilexperte, reichte das weiße hemd, in welches er sich am donnerstag hüllte, vermutlich weiter an herrn ebel. dieser schläft offensichtlich in seinen hemden. verdächtigen herrn ebel, sich heute morgen im schrank geirrt zu haben und ein jackerl von herrn nüchtern erwischt zu haben, welcher bisher auf sich aufmerksam machte durch eine gymnasiastenhaft gestreifte sportjacke und ein hawaiihemd, das einerseits zusammen mit dem an die wand geklatschten flickenteppich von ikea eine kombination bildet, die disharmonischer erscheint als ein stück von schönberg, andererseits aber, und dazu gehört ja einiges, fast so exaltiert wirkt wie die gesten von frau radisch. diese zieht sich mit jedem tag besser an. hat sich eventuell was von frau rakusa ausgeliehen. frau märzens liebster rotton ist zwar relativ geschmacklos, dafür aber »konsequent« von lippenstift über bluse bis hin zum nagellack durchgehalten. traut sich wohl nicht an fremde schränke.

3. die texte.
erster tag. dank bernd stehen uns ausführliche videoaufzeichnungen zur verfügung.
erstens: jagoda marinic. schreibt über regale, regale, regale und regale mit büchern. findet plots doof, mag aber buslinie einhundertsiebenundvierzig. semiotiker will mit ihr »kaffee trinken«. rest findet text eher unspektakulär. diskussion über nörgelprosa und berlin. frau märz versteht nicht, warum man regen im kaffee nicht schön findet. kaffee war ja ohnehin zu stark. vorgeschlagen von herrn ebel. findet den text »konsequent«.
zweitens: christian bernhardt. schreibt ermüdend detailliert über den kauf von haarshampoo und begegnungen mit terroristen. rutscht nervös auf seinem stuhl herum. endlich so etwas ähnliches wie ein plot. zauberhafter gastgeber bezeichnet ihn als ein wenig attraktiv (gastgeber ist allerdings, wie schon erwähnt, erkrankt). vorgeschlagen von herrn nüchtern.
drittens: jochen schmidt. der kosmonautentext. guter, stimmiger text mit plot und intelligentem ost-west-konflikt. lustig. unser favorit. herr corino fühlt sich, einigermaßen zu recht, an eine novelle erinnert (unerhörte begebenheit. wir werden das später nochmal hören). bis auf ebel allgemeine anerkennung mit kleinen nörgeleien. sieht ein bisschen aus wie der tanzlehrer aus meinem tschechischkurs. vorgeschlagen von frau märz.
viertens: andrea grill. vorgeschlagen von strigl. belangloser dialogischer text, den man sofort vergisst. corino findet ihn völlig uninteressant. möchte mit der autorin lieber über eichhörnchen reden. recht hat er. endlich pause.

fünftens: jörg albrecht. schriller slamtext. trotz deleuze und guattari eher langweilig. liest von riesigen blättern und wirft sie herum. überzieht die dreißig minuten lesezeit. schweizer semiotiker würde den text gerne langsamer hören. vorgeschlagen von frau rakusa. klick.
sechstens: fridolin schley. sieht ganz gut aus. text langweilig, spulen das videoband vor. jury mäßig begeistert. vorgeschlagen von mangold.
siebtens: lutz seiler. angeblich hochinteressanter text über zugfahren und kulturellen austausch. leider ist es uns unmöglich, auch nur einem satz konzentriert zu lauschen. mögliche ursache: unser abendgast frau f. oder vortragsweise des autors. jury ist hin und weg. vorgeschlagen von rakusa.
erster tag vorbei. warten angetrunken auf den nächsten morgen.

zweiter tag. verbringen den tag in der stadt und greifen wieder auf videogott bernd zurück.
moderatorin inzwischen in ordentlichem fummel. trug gestern einen verstörenden gelben fetzen.
achtens: silke scheuermann. liest furchtbaren mädchentagebuchtext über patchworkfamily, schreibt aber angeblich großartige lyrik. können das leider nicht beurteilen. zu großen teilen erkennt die jury die sprachlichen mängel des textes nicht. corino muss auf falsche konjunktive hinweisen. ebel verteidigt alles mit der angeblichen »konsequenz« des textes. hält den text zudem für eine novelle (unerhörtes ereignis, siehe oben). verschweigt leider, warum der text dadurch besser werden sollten. corino verweist auf posttraumatische belastungsstörung und flashbacks. möglicher hintergrund dafür seine eigene biographie (war vor fünfzehn jahren schon mal juror). vorgeschlagen von frau märz, vermutlich wegen der gemeinsamen neigung zu roter kleidung.
neuntens: ronald reng. fußballreporter. overacted wie blöd. liest ebenfalls text über familie. inhalt: ein langweiliger familienausflug mit gestörter mutter. relevanz des textes nur verständlich durch anschließende erläuterung der weiteren romanhandlung durch ebel (mutter stirbt). kann sich als einziger für den text erwärmen, hat ihn auch vorgeschlagen.
zehntens: dieter zwicky. liest text mit lustigen sätzen über afrika. können der handlung aufgrund schweizer akzent des autors nur schwer folgen. nur der semiotiker, herr heiz, versteht den text ohne manuskript. alle anderen lesen konzentriert mit. wir haben leider kein manuskript, dennoch durch fragmente gewisse erheiterung. heiz erklärt im anschluss die gesamte schweiz und langweilt damit jeden. hat den text vermutlich nicht nur vorgeschlagen, sondern auch auswendig gelernt.
elftens: michael stavaric. leider nicht in gänze auf dem band vorhanden. las text, in dem es auch um sex ging. mangold findet das interessant. intelligente gender-einwürfe von frau radisch. vorgeschlagen von strigl.
lassen pause ausfallen und gehen gleich zum zweiten band über.
zwölftens: milena oda. gutgelaunte tschechin. sitzt in hotelzimmer, ist verschiedene autoren (kafka etc.) und schreibt sich briefe. verstehe den text als satire aufs deutschtum. mein gastgeber findet ihn unerträglich. jury ist ungemein enttäuscht. frau oda am ende auch. heiz hat sie vorgeschlagen, aber vergessen, warum.
dreizehntens: kurt oesterle. liest aus einem roman. stilistisch sehr ordentlich, inhaltlich eher langweilig. text handelt von deutschland in den sechzigern und einzelnkindern oder so ähnlich. ebel wird misstrauisch zurückgelassen. manchmal machen ihn vorträge übrigens auch argwöhnlich. meistens handelt es sich dabei um gute texte. nüchtern sagt irgendwas wirres über das heideggersche raunen. vermuten, er will darauf hinweisen, dass er auch mal was gelesen hat. vorgeschlagen von corino.
vierzehntens: peter licht. will sein gesicht nicht zeigen. mehrmals einblendung des satzes »will sein gesicht nicht zeigen«, damit es jeder begreift. vergleiche deleuze: gesicht. text ist angeblich lustig, die apokalypse ist ein nicht vorhandenes sofa. jury ist restlos begeistert (sogar ebel), wir verstehen nicht ganz, wieso. vermutung: peter licht wollte auch seine stimme verbergen, in der fernsehübertragung wurde ein anderer text eingespielt. corino will nichts über den text sagen, findet gehabe des autoren vermutlich affig. aussage des semiotikers wie immer unverständlich (»text will sich affirmativ in die welt setzen«). auch frau märz äußert sich nicht. außerdem wird lichts pseudonym für dämliche wortspiele verwendet (vergleiche goethe: mehr licht). vorgeschlagen von radisch.
gucken ein idiotisches feature mit einem experten, dem es peinlich ist, im fernsehen zu rauchen. erzählt großen unsinn über adorno und nutten, bezeichnet handke als ersten autoren der postmoderne. sind schwer verstört und schlafen durch bis tag drei.

dritter tag. adrian schwer erkrankt. leidet eventuell unter bachmann-allergie oder hat die aussagen über die kritische theorie nicht verkraftet. bedienen den videorekoder ausnahmsweise selbst. bereite im akkord salbeitee zu.
fünfzehntens: jan böttcher. adrian pennt ständig ein. sieht gar nicht gut aus. bericht vorerst ausgesetzt.