Archiv der Kategorie 'krankheit zum tode'
Freitag, 19. Dezember 2008, 20.24 Uhr
»überall glitzert und funkelt es«, zumindest behaupten das die leute im fernsehen.
hier allerdings glitzert und funkelt es höchstens, wenn man der fama glauben schenkt, augen könnten vor wut funkeln, denn dann täten die meinigen es in diesem moment. ein moment, der zeitlich genau eine woche vor meinem 26. geburtstag verortet ist. und ein moment, in […]
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Samstag, 22. November 2008, 21.54 Uhr
es war nicht schön, aber es war zu erwarten.
ich habe ein highlanderbuch gelesen, und es hat mir gar nicht gefallen. schon als ich in der bahnhofsbuchhandlung zum schundständer schlich, fühlte ich mich unwohl und beobachtet. am liebsten hätte ich mich vor den menschen, die mich anstierten, für diesen geschmacksbruch gerechtfertigt. wenn die besitzer dieser grauenhaften […]
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Mittwoch, 19. November 2008, 17.23 Uhr
habe gestern eine korrigierte arbeit (die, in der ich mich neben anderen dingen über eine konstruktion der welt durch den leib auslasse und das anhand von metaphern in der politischen philosophie zu beweisen suche; das soll sowas ähnliches sein wie sprachwissenschaft) samt schein abgeholt und musste leider feststellen, der genitivhäufung bezichtigt worden zu sein. tja, […]
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Samstag, 8. November 2008, 3.22 Uhr
bis vor ganz kurzem dachte ich, ich litte an einer herbstdepression. nun rief heute ein freund an und korrigierte mich; es handele sich nicht um eine herbst-, sondern um eine winterdepression. danach sollte es um mein privates gehen, ich versuchte, auf gadamer abzulenken, nur gibt dessen privatleben genausowenig her wie meins. das liegt in erster […]
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Donnerstag, 30. Oktober 2008, 2.53 Uhr
wahrscheinlich habe ich mich in letzter zeit in der öffentlichkeit zu sittsam verhalten.
zum beispiel bin ich bei dem letzten vortrag für eliteschnösel nach nur drei mojitos auf alkoholfreie virgin coladas umgestiegen. und selbst nachdem das fränkische äquivalent zur achten ägyptischen plage (wenig schmeichelhafte bezeichnung für die »besten studierenden« meiner uni, welche zugleich die gefräßigsten sein […]
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Freitag, 1. August 2008, 4.39 Uhr
essay (letzter abgabetermin: heute) ist fertig. musste leider feststellen, unter zeitdruck zu konservativen positionen zu neigen. dass ich immer seltsamer werde, merkt man nicht nur am unten stehenden absatz (es geht um die entstehung der sprache und ihren einfluss auf das denken) und an den bronski-beat-geräuschen, die hier aus den lautsprechern dringen, sondern auch daran, […]
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Montag, 30. Juni 2008, 2.46 Uhr
nein, es geht nicht um fußball. stattdessen geht es um meine gefühle; und weil meine freunde am telefon immer so schnarchgeräusche machen, wenn ich die diskutieren will, müssen es die lieben leser ausbaden. es ist nämlich so: eine alte bekannte feiert demnächst geburtstag, und obwohl wir schon längere zeit nur sporadisch kontakt haben, bin ich […]
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Dienstag, 27. Mai 2008, 20.27 Uhr
einer meiner kino-arbeitskollegen (mag keine menschen, isst ständig äpfel) hat jetzt endlich ein berufliches ziel gefunden (davon weiß ich, weil ich ihm während unserer gemeinsamen schichten gerne mal gespräche aufdränge). er möchte gerne ein ziereremit werden. ich glaube, er hat in dem bereich ganz gute chancen. als filmvorführer ist er an ein leben in dunklen […]
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Freitag, 25. April 2008, 13.16 Uhr
erwachte morgens von brechreiz geschüttelt und schlich dann eine weile unmotiviert in der wohnung umher, stets bemüht, meinen magen keinen erschütterungen auszusetzen. hätte mich gerne wieder hingelegt, aber vom liegen wurde mir schlecht. hörte stattdessen den anrufbeantworter ab, auf dem ich folgende nachricht fand:
»ah, anna, hier ist th. du bist nicht da… verdammt! ich hätte […]
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Samstag, 11. August 2007, 3.48 Uhr
being gay is not natural. real americans always reject unnatural things like eyeglasses, polyester, liposuction and air conditioning.
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Sonntag, 13. Mai 2007, 11.43 Uhr
befand mich heute nacht inmitten eines amoklaufs auf dem schlosscampus. konnte mich zwar nicht wie einige andere nach draußen ins gartengebüsch durchschlagen, kam aber immerhin bis in den ballsaal. verschanzte mich dann auf dem von dort aus zugänglichen balkon hinter einer sonnenwand aus riesigen historischen weltkarten, von wo aus ich mitansah, wie die anderen im […]
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Freitag, 11. Mai 2007, 15.47 Uhr
der mann vom prüfungsamt: »das geht so nicht. sie können diese kombination nicht so studieren.«
ich: »aber ich studiere das seit zweieinhalb jahren.«
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Mittwoch, 11. April 2007, 1.06 Uhr
habe eine theorie entwickelt, nach welcher meine eltern mich nicht aus vollem herzen lieben.
untermauere sie nicht nur damit, dass mein vater eine ehe zwischen mir und einem mir fremden jungen mann arrangieren will, welcher mich unbekannterweise hasst und meinen vater gerne dad nennen würde, aber der ideale gatte für mich wäre, da reicher, gutaussehender und […]
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Freitag, 23. Februar 2007, 4.27 Uhr
fühlte mich heute insgesamt so unspektakulär und belanglos, dass ich zuerst einen perfekt mit schwanenballett und triangelmusik inszenierten selbstmord in betracht zog, mich dann aber, insbesondere, weil die zahl der ballettänzer und triangelspieler in meinem bekanntenkreis gutwillig als unterdurchschnittlich, von bösen zungen aber als nicht existent umschrieben werden könnte, lieber doch für eine heimliche affäre […]
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Samstag, 27. Mai 2006, 2.46 Uhr
bin nicht rufus wainwright.
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Freitag, 5. Mai 2006, 5.00 Uhr
dies ist keine glückliche stunde. mir ist, als hätte ich etwas verloren, obwohl es sein mag, dass niemals ein mensch etwas besaß. habe ein wenig deleuze gelesen, doch das bewirkte keine verbesserung. morgen ist der erwartete tag, an dem ich zwei bändchen derrida vom buchladen abholen werde, aber vielleicht ist es ein falscher weg, sich […]
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Freitag, 5. Mai 2006, 0.51 Uhr
heute vergessen, wie die zweite vergangenheit in ordentlicher germanistensprache heißt. umgangssprachlich ausgedrückt: voll abgekackt.
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Dienstag, 7. März 2006, 1.35 Uhr
p: kopfschmerzen selbstmitleid schlafmangel stress zuneigungsmangel
l: bett hörspiel schlafen
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Montag, 28. November 2005, 21.56 Uhr
fürwahr, wir leben in dunklen zeiten, also so rein wirtschaftsliberal betrachtet, und natürlich muss auch eine zeitschrift wie Du die leser anlocken. aber reicht es nicht, dass Du c.c. malzahn und b. sick veröffentlichen lässt? sind solche meldungen (»mädchen stirbt an kuss«) nötig?
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Montag, 28. November 2005, 11.58 Uhr
mit wasserwerfern tränendrüsen gegen studenten:
http://www.bild.t-online.de/BTO/news/2005/11/26/kom/kom.html
ach ja, herr streiter: ein student zeichnet sich, wie man unschwer am wort erkennen kann, dadurch aus, dass er studiert. jemand mit abgeschlossenem studium ist ein hochschulabsolvent und solche werden landläufig als akademiker bezeichnet. aber vielleicht wissen Sie das ja und haben nur mal rausgefunden, dass das wort student viel […]
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