Archiv für Mai 2010

von den vermeintlich unnützen essern

Montag, 31. Mai 2010, 23.37 Uhr

bei moses mendelssohn habe ich eine passage über den arbeitsbegriff gefunden. ist zwar schon von 1782, lässt sich aber auch heute noch schön zitieren. so gut wie jedesmal, wenn ich die artikelkommentare auf der faz-seite lese, denke ich mir ungefähr das:
»Was heißt denn nach seinen Begriffen eigentlich Hervorbringer und Verzehrer? Wenn nur derjenige hervorbringet, der […]

[nummer 807]

Freitag, 28. Mai 2010, 1.36 Uhr

wie ich einmal nach dem umgang der literatur mit dem technischen fortschritt gefragt wurde, und welche antwort ich darauf gegeben habe:
Das Auftreten technischer Neuerungen ist in der Geschichte stets sowohl von ausdrücklicher Bejahung als auch von Kritik und Ablehnung begleitet. Dieses gespaltene Verhältnis zur Technik ist kein genuines Problem des modernen Menschen; es lässt […]

[nummer 803]

Mittwoch, 26. Mai 2010, 22.27 Uhr

heute mal wieder einen nicht unbeträchtlichen teil des tages in öffentlichen verkehrsmitteln. dabei st. petri-schnee von leo perutz gelesen. ein roman, in dem zwar nur von berlin nach osnabrück gereist wird (zumindest ist das der unstrittige teil der reise), den ich aber trotzdem zur reiseliteratur im weiteren sinne zählen möchte, weil danach mindestens durch chloroformwolken […]

[nummer 801]

Montag, 24. Mai 2010, 12.34 Uhr

entschieden GUT finde ich spambots, die mir namen wie quarnstrom schockley auftischen wollen. wäre eine von quarnstrom schockleys besiedelte welt nicht etwas streichelzart erquickliches?
(und ich muss an squornshellous zeta denken, so irgendwie.)

sonntagsvögel

Sonntag, 23. Mai 2010, 21.35 Uhr

hurtig ist der flug der schwalben/über meinem fenster/tschirrrp tschirrrp
am schreibtisch verwegene träume/mir einen pirol zu fangen/gelb gelb
das habitat der schwanzmeisen/da hinten im wald/szzs szzs

wanderer, kommst du nach fra…

Dienstag, 18. Mai 2010, 22.18 Uhr

bei diesem kieseritzky findet sich schon ganz am anfang eine bedenkenswerte stelle, nämlich: »Unterwegs lese ich immer Reisebücher, was soll man sonst auf Reisen tun, wenn man einen Zug benutzt (..).«
gute idee, dachte ich mir, und so saß ich heute in der acht (ich reiste immerhin ans andere ende der stadt), in yoricks reise des […]

apropos do it yourself

Dienstag, 4. Mai 2010, 0.42 Uhr

vorausgesetzt, man beherrscht noch ein wenig meine alte plansprache, ist natürlich auch das hier ziemlich leicht:
UBAAHUTF MMEU VPGQS GIOB
(der größte teil der vokabeln ist aber leider verloren, fürchte ich.)

das kryptogramm

Montag, 3. Mai 2010, 22.00 Uhr

14 minuten, nachdem ich the book of prefaces bezahlt hatte, bekam ich, das war, als der bus an der dritten haltestelle vorbeifuhr, durch ein hemd, das jemand auf seinen balkon gehängt hatte, den letzten hinweis. wir haben also den folgenden code: rosa – blau – weiß – weiß – rosa. außerdem gehört die 18 dazu, […]

another night at the opera

Sonntag, 2. Mai 2010, 2.27 Uhr

der nachbar, der nachts so gerne opern hört, ist genau in diesem moment auf zwölfton umgestiegen.

i will do some magic now

Samstag, 1. Mai 2010, 11.19 Uhr

falls man sich nach den 30 minuten film ärgert, weil es nur eine teure beutelschneiderei war (disclaimer: achten Sie auf das »falls«. wir befinden uns in der zauberwelt des potentialis. ich habe nie behauptet, dass man sich tatsächlich ärgern wird), könnte der kurs funktioniert haben, wäre also doch jeden cent wert (auch hier: ich habe […]