doch nicht so willig dem abschied

so langsam werden die lupinen wieder hochgefahren.
gefährliches flackern. im hintergrund läuft richard strauss. boing boing boing boing boing boing.
zuviel pathos, nochmal zurück.
lupinen werden sanft angedimmt. im hintergrund läuft johann strauss. ein schimmer des lichts (einwand: wir sehen noch nichts). donau so blau.

so. läuft. endlich wieder alles restlos erzählen. zum beispiel aus dem privatleben anderer leute. grillparzer zum beispiel. der war verlobt, ist aber gestorben, ehe es zur hochzeit kam. das klingt aber nur so lange tragisch, wie man nicht weiß, dass er fünfzig jahre lang verlobt war und zum heiraten alle zeit der welt gehabt hätte. tragischer dann schon gottfried keller. der gestand, obwohl ein »unansehnlicher armer bursche«, der verehrten seine gefühle; sie bestätigte seine selbstcharakterisierung, darauf keller kreuzunglücklich. textpassage »wenn Sie mich nicht schon entschieden lieben, so sprechen Sie nur ein ganz fröhliches nein aus und machen Sie sich herzlich lustig über mich« scheint so ernst nicht gemeint gewesen zu sein. nicht so ganz ernstzunehmen auch mörike. der wurde von seinem onkel genötigt, theologie zu studieren, wurde nach einer auch für heutige verhältnisse seltsam verlaufenen bekanntschaft tatsächlich pfarrer, ließ sich dann aber mit knapp vierzig aus gesundheitlichen gründen pensionieren. den rest seines lebens verbrachte er relativ pleite als hypochonder; eine einladung zur literarischen tafelrunde des könig von bayern schlug er aus, weil es ihm nach eigenen angaben zu anstrengend war, einmal pro jahr den rock zu wechseln.