not my cup of tea

Diese Tasse ist die wohl meistzitierte und umstrittenste Stelle deutscher Kriegsprosa.¹ Beziehungsweise steht diese Tasse so rum »gleich einem Blütenkelche, der zu tödlicher Befruchtung überflogen wird«Â².

¹ so sinngemäß irgendwann mal in der jungen freiheit.
² schrieb mal ernst jünger im pariser tagebuch (hatte offensichtlich öfter mal einen im tee).

champagne supernova

der vortrag von charles fillmore war erwartungsgemäß großartig.
so grob gesagt ging es um bestimmte grammatische konstruktionen, die in der praktischen verwendung probleme aufwerfen können. zum beispiel bezeichnen »standing right of the queen« und »standing to the queen’s right« (zu deutsch: »rechts von der königin stehen« und »zur rechten der königin stehen«) nur scheinbar dieselbe position. während »the dog of the queen« und »the queen’s dog« tatsächlich auf denselben hund verweisen, muss beim ersten beispiel die perspektive berücksichtigt werden; wenn man neben der königin steht, ist das kein problem (man möchte ja meinen, dass das leben der menschen, die neben der königin stehen dürfen, ohnehin mit anderen problemen verziert ist als z.b. das meine), befindet man sich aber ihr gegenüber, so ist der mann zu ihrer rechten nicht der mann rechts, sondern der mann links von ihr. ich weiß das, meine leser wissen es hoffentlich auch, ein computerprogramm hingegen wüsste das nicht, weil die bedeutung der wendung hier nicht nur von der grammatischen konstruktion, sondern auch vom weltwissen abhängt. charles fillmore hatte noch mehr schmunzelige sätze zu diesem phänomen; so zum beispiel den unterschied zwischen »i get half your salary« (da denkt man dann so: hm, armer, unterbezahlter hund) und »i get half of your salary« (hier denkt man vermutlich eher: waaaas? finger weg von meinem gehaltsscheck!), also man sieht schon, linguistik kann charmantes kino sein.

ebenfalls charmantes kino war der diesjährige eurovision song contest, denn ich habe auf den niedlichsten teilnehmer gesetzt und so den ersten preis beim tippspiel abgestaubt. der cartoon bar in nürnberg also ein glückliches danke für eine flasche champagner und den praktischen eiscrusher (von dem, wenn ich das richtig übersehe, insbesondere meine zukünftigen gäste profitieren werden).
und hier, und jetzt, ein handyfoto mit echt mieser qualität von mir und dem schampus.

kritisch geträumt

vorhin kurz über der kdu eingenickt. träumte, die sz habe einen artikel veröffentlicht, in dem also sprach zarathustra fälschlicherweise wagner zugeschrieben wurde; verfasste deswegen wütend einen blogeintrag mit dem titel »wagner raus – rein mit strauss!«, wachte dann aber auf und bemerkte, nun wieder im besitz meiner urteilskraft, dass da natürlich nie wagner stand. den tollen slogan wollte ich aber trotzdem nicht für mich behalten.