Archiv für Februar 2009

was mir gefällt und was weniger smooth ist

Samstag, 28. Februar 2009, 15.21 Uhr

nun verhält es sich ja bekanntlich so, dass da schöne und hässliche dinge auf dem erdenrund umherspazieren. sehr apart finde ich beispielsweise das wort germanistenwichserei, das man an den exakt 2,5 zentimeter breiten rand von gut sechzig prozent meiner schriftlich fixierten äußerungen kritzeln könnte. denn: »auf dem erdenrund umherspazieren«, welch schwulstmüll ist das denn bitte? […]

offener brief zum wiegenfeste

Dienstag, 24. Februar 2009, 1.58 Uhr

teuerster daniel r., jedes jahr wird es schwieriger, angemessene geburtstagswünsche für dich zu finden. nach wie vor verfügst du über einen interessanten studiengang, ein umwerfendes äußeres, eine angenehme persönlichkeit, einen rückenkratzer und alles, was man sonst noch braucht; dass sich inzwischen hinreißende hüte, eine gemütliche wohnung und eine funktionsfähige waschmaschine zum kreise deiner lieben sieben […]

knietief in tacos, ta- ta- ta- tacos

Montag, 23. Februar 2009, 3.27 Uhr

dass der aktuelle kinkykrimi, der gefangene der vandam street (the prisoner of vandam street), an anderen stellen nicht so positiv besprochen wurde, kann ich halbwegs nachvollziehen, denn die handlung ist verglichen mit des kinksters früheren werken (a case of lone star usw.) tatsächlich nicht so tragend, wie möbelpacker es bei umzügen von konzertpianisten sind, wenn […]

im traum wie ein idiot aussehen

Sonntag, 22. Februar 2009, 2.39 Uhr

er so: ich ändere jetzt alle passwörter, auf das neue kommst du nie! ich so: aha, wie heißt es denn? er so: haha, ist echt schwer. shiatsutanten. ich kam dann tatsächlich nicht drauf.

les mots sont mes seuls amis

Sonntag, 15. Februar 2009, 2.52 Uhr

geschafft. vor mir auf dem bett liegt eine ausgabe der heimlichen freundschaften, die zwar gewöhnungsbedürftig, aber nicht nach highlanderbuch aussieht. keiner meiner freunde hat sich zu einem valentinsgruß bequemt, aber, peyrefitte sei’s gedankt, das ist mir inzwischen scheißegal, denn ich habe ja das buch.

deutschland denken

Samstag, 14. Februar 2009, 15.58 Uhr

in dem moment, in dem ich in einem öffentlichen verkehrsmittel in dieser ganz gewissen weise angezischelt werde, werden mein vermeintlicher und mein tatsächlicher ethnischer hintergrund irrelevant. in diesem moment zählt nur noch, dass ich gerade einem rassistischen arschloch begegnet bin.

dem volk aufs maul

Freitag, 13. Februar 2009, 14.43 Uhr

(natürlich nur geschaut. wir sind ja keine freunde der gewalt. obwohl ich beim am ende geschilderten erlebnis kurz davor war, meine einstellung tatkräftig zu revidieren.) schnoberte mich letztens durch einen ganz besonderen gebrauchtbuchladen, dessen charme hauptsächlich durch höllenturmartige regale ausgelöst wird, die scheinbar wahllos mit schmökern aller art bestückt wurden. da alphabetische ordnung in diesem […]

qu’il ne faut pas savoir

Freitag, 6. Februar 2009, 0.33 Uhr

verspürte angeregt vom genuss wabensüßer früchte lasziver physis an meinem gaumen, getränkt vom saft ihres fleisches, der sich, klebrig aus ihnen prallen knospen ergossen, an meine finger haftete, drängendes begehren aufwallen, meiner STOP HIER! schau nieder auf die umschlagbilder der romane roger peyrefittes und frage dir mit mir: warum zum teufel sehen die aus wie […]