zahl3n und figur3n

pflanzen, mineralien und überhaupt alle stoffe bestehen aus einzelnen teilchen. diese teilchen bauen die dinge, die wir mit unseren augen wahrnehmen, auf wie kristalle, die dinge haben ergo unterschiedliche formen. dies ist durch demokrit bekannt. es gibt günstige und ungünstige kristallformen, deren seitenverhältnisse usw. sich unterscheiden. ungünstige formen weisen bestimmte geometrische figuren auf, deren zahlenverhältnisse dazu führen, dass gewisse andockstellen der teilchen unteinander nicht besetzt werden können. so werden die dinge porös und zerbrechlich. doch sind die teilchen dicht verbunden, so werden die dinge hart. könnten die winzigen teilchen nun gezwungen werden, sich in anderen formen zu ordnen, wäre es möglich, die dinge zu verwandeln. dies kann, wie wir wissen, durch feuer geschehen, so wird ein stück holz zu asche. folglich haben auch die sternenkräfte macht, die dinge zu verändern, den sterne sind wie ferne feuer. doch um sie zu nutzen, müssen ihre positionen bestimmt werden, muss berechnet werden, wie ihre kräfte untereinander sich beeinflussen. mit dem uns bekannten kalender scheint dies nicht möglich. welches also ist der wahre beginn der zeit?

napoleonische apokalypse

heute nacht wurde im ganzen haus die schließanlage ausgewechselt und neue, kleinere schlüssel für die hausbewohner in einem weidenkörbchen in den hausflur gestellt. eigentlich, wenn ich einen seriösen samstagmorgen habe, liegt in diesem weidenkörbchen meine frühstückssemmel, doch jetzt lagen darin eben die schlüssel. aber ich wusste nichts vom schlössertausch, und so kam es, dass ich mit einigen anderen uninformierten hausbewohnern vor verschlossener haustür stand, so lange, bis uns dann der alte russe aus dem ersten aufsperrte. das weidenkörbchen war leider inzwischen leer, weil einige leute einen hohen bedarf an zweitschlüsseln geltend machten und daher zwei oder drei schlüssel entnommen hatten. darum ließ ich mir auch die wohnungstür öffnen, und plötzlich konnte ich durch einen bretterverschlag sehen, wie ich selbst mit zwei freunden, deren namen ich nennen könnte, wenn ich wollte, einer zu meiner linken, der andere zu meiner rechten seite, durch eine östliche steppenlandschaft ritt. wir saßen äußerst elegant auf dunklen pferden, die sich aufs haar glichen, und trugen rotgoldene korsarenuniformen, deren schulterteile kubistisch hochgezogen waren, dazu lächerliche dreispitzhüte, und auch all dieses glich sich genau. die szene sah nach einem großartigen abenteuer aus, und ich wollte länger zusehen, aber der alte russe blickte mir über die schulter und wisperte mit einem warnenden unterton: das ist die zukunft, sieh nicht hin. das ist noch nicht geschehen.