Archiv für November 2007

aus dem nähkästchen

Samstag, 24. November 2007, 12.42 Uhr

beziehungsweise aus dem geheimforum der liturgiefarbenkritikerszene, das keineswegs ein nähkästchen ist, denn es heißt ja »liturgiefarbenkritikerszene« und nicht »liturgiefarbenkritikerszene und stolanähkreis«, wobei denjenigen, die die liturgiefarbenkritikerszene nun als destruktive nörgler herabsetzen wollen, gesagt sein soll, dass hegel angeblich mal irgendwo geschrieben hat, er müsse kein schuster sein, um herauszufinden, ob ihm ein schuh passe.
aber nun […]

skipthiuf.

Mittwoch, 21. November 2007, 22.06 Uhr

lese aus langeweile mal wieder im altnordischen elementarbuch.
»hwo sum stæl i skip, skipmen scul ham sættæ i ient ubygd øland mæth tundær oc eldiærn oc thrigi dagh cost.«
aus dem flensburger stadtrecht (13. jahrhundert). bedeutet, dass jemand, der auf einem schiff was klaut, mit zunder, stahl und essen für drei tage auf einer einsamen insel ausgesetzt […]

rückblick aufs wochenende

Montag, 19. November 2007, 1.54 Uhr

unternahm eine kleine studienreise nach hb und hh, schlief zwei nächte in zügen, fuhr mit dem ursprung aller gewürzschiffphantastereien von finkenwerder zu den landungsbrücken, verlor einen geigenkoffer voller wäsche und zimtbonbons, wurde belästigt und regelte die angelegenheit alleine (ohne rollenklischees entsprechen zu wollen, wünsche ich mir hierbei das nächste mal ein wenig mehr unterstützung, meine […]

eigentlich schrieb gadamer lebensberatungsbücher

Mittwoch, 7. November 2007, 2.40 Uhr

in einer stunde über gadamers »wahrheit und methode« sprachen wir heute nicht nur über den memorial-charakter des reformiert-lutheranischen abendmahls, sondern auch über urlaubsziele (an deutschen universitäten lernt man allen unkenrufen zum trotze in der tat etwas praktisches fürs leben, nämlich dieses: wenn der eine in die berge fahren will, der andere aber ans meer, sollte […]

nächtliche groteske

Samstag, 3. November 2007, 23.38 Uhr

unseren traktor hatten wir direkt vor dem klementinum geparkt; groß und grün war er, und wir saßen mindestens zu zehnt darauf und scherzten. der hof um uns herum war bedeckt von tiefrotem weinlaub, es hatte ungefähr die farbe von korrekturtinte; und eigentlich hätten wir es aufkehren sollen, die unmengen an losen blättern aufschlichten zu vielen […]