elvis lebt

t.s gitarrenlehrer verhält sich verdächtig. wir haben schon 10 beweise dafür, dass h. p.-m. elvis sein muss:

  • indiz 1: der spitzname von herrn p.-m. ist lui. loui hießen französische könige und elvis war bekanntlich der king.
  • indiz 2: herr p.-m. verkauft schallplatten für 1000 euro, reagiert aber ausweichend, wenn man ihn nach seinen früheren bands fragt. wer sonst außer elvis könnte so teuer schallplatten verkaufen, würde aber als anscheinend heruntergekommener gitarrenlehrer arbeiten und seine vergangenheit geheimhalten?
  • indiz 3: herr p.-m. singt deutsch und elvis war in deutschland als soldat stationiert und hat auch auf deutsch gesungen.
  • indiz 4: herr p.-m. spielt gerne blues und bezeichnet sich als altrocker. auch elvis spielte gerne blues und ist ein altrocker.
  • indiz 5: der name h. p.-m. hat genausoviele buchstaben wie elvis aaron presley, wenn man den bindestrich als buchstaben wertet. außerdem sind in dem namen mindestens zwei vornamen enthalten. auch elvis hatte zwei vornamen.
  • indiz 6: herr p.-m. gibt an, bei seiner blinden mutter zu wohnen. elvis wohnte in graceland. in dem lied »amazing grace«, das elvis auch sang, heißt es »… I once was blind…«.
  • indiz 7: herr p.-m. benimmt sich ganz anders als elvis presley, und würde elvis heute noch leben, würde er sich, um sich besser zu verstecken, auch ganz anders benehmen.
  • indiz 8: elvis presley wäre heute 70 jahre alt, also ein älterer herr. herr p.-m. hat schwierigkeiten sich zu bücken, was auf altersschwäche hindeutet. wenn man dazu den fakt nimmt, dass er bereits graue haare hat, ist klar, dass er bereits 70 sein könnte.
  • indiz 9: herr p.-m. gab an, kein countryfritze zu sein, und auch elvis war kein countryfritze.
  • indiz 10: hört man sich elvis‹ lachen in dem lied »are you lonesome tonight« an, so merkt man, dass das lachen von herrn p.-m. ganz anders klingt. auch elvis würde versuchen, ganz anders zu lachen, da er wüsste, dass man ihn daran erkennen würde. überhaupt lacht herr p.-m. sehr gerne; und bedenkt man, dass elvis sogar während einer aufnahme gelacht hat, kann man daraus schließen, dass auch elvis gerne lachte.
  • am telefon

    gerade habe ich mit t. telefoniert, der während des gesprächs unter anderem dieses sagte:

    du, ich hab nochmal darüber nachgedacht, was du gestern über das A und das »ist« gesagt hast. also das »ist« impliziert subjektive visualität und desto mehr wir unreflektiert automatisieren, das bedeutet abstrahieren, desto mehr entfremden wir unser denken. daraus resultiert, was ist, kann nicht anders sein, als es ist. die objektivierung des subjektiven führt zu subjektivierung des objektiven. allerdings muss man extrem aufpassen, dass man nicht wie hegel…

    dead cats

    für die meisten menschen ist es sehr traurig, wenn ihre katze stirbt. aber das muss doch nicht sein…
    ken ham, ein amerikanischer evolutionsgegner und katzenhasser, erklärt, wozu eine tote katze gut sein kann.
    prädikat: besonders freaky

    [http://archive.wfmu.org:5555/archive/BL/BL_Ken_Ham_-_Dead_Cats.mp3]

    money money money

    einige menschen, so auch ich, haben ja manchmal das problem, mit money money money nicht gerade gesegnet zu sein. glücklicherweise habe ich aber aus der esoterikküche ein paar gute tipps erhalten, die dem abhelfen sollen. und weil ich so ein schnuckel bin (bild siehe unten), gebe ich diese tipps gleich weiter.

    1. ein grüner moosachat in der brieftasche wird mit seinen energetischen kräften dafür sorgen, dass stets ein wenig geld in selbiger enthalten ist.
    2. geldscheine immer zusammengeklappt ausgeben, dabei soll sich die bildseite (vorderseite) innen befinden.
    3. den geldbeutel mit ein wenig zimt und minze bekrümeln, das zieht das geld an.
    4. vor dem einkaufen die hände ebenfalls mit zimt und minze bestäuben, aus demselben grunde.
    5. einen geldschein auf den tisch legen und imaginieren, wie er zu einem bäumchen wächst, gedeiht und immer größer wird. auf dem bäumchen wachsen neue geldscheine, so wird auch das eigene geld wachsen.

    ohrhaare

    manchmal ist mir so langweilig, dass ich wünschte, ich hätte ganz lange und drahtige ohrhaare. dann könnte ich hier sitzen und versuchen, die mit den fingern auszurupfen. die, die ich auf diese weise nicht erwische, entferne ich dann vor dem spiegel mit einer pinzette. solch eine bewegung kann mich ganz und gar gefangen nehmen. dabei gäbe es wahrlich genug zu erleben, ich bin nur nicht bereit, mich darauf einzulassen. stattdessen zupfe ich lieber weiter meine imaginären ohrhaare.

    geschichte aus 2003

    heute in erlangen habe ich mir in einem begehbaren kiosk die titanic und die konkret gekauft. auch in diesem kiosk sind die beiden zeitschriften nebeneinander ins regal eingeordnet. und weil mir das schon so oft in verschiedenen läden aufgefallen ist, habe ich mal den verkäufer gefragt, warum das so ist.
    der mann hat mich todernst angeschaut und mir geantwortet: »na ganz einfach. weil das beides satirezeitschriften sind.«

    geschichten aus 2004 (teil2)

    herrgott im himmel, was für ein spannendes leben hast du mir doch zugedacht, so spannend gar, dass ich mich ereignisse wie dieses >>«Ã¼ber hach kreist der geyer«, warb die bildzeitung heute wortgewaltig mit schwarzem, serifenlosen fettdruck auf weißem papiergrund. begeistert von dieser geradezu haikuesken sprachästhetik riß ich den wisch ab und stopfte ihn in meine büffellederne aktentasche, wo er von plastikflaschen zerknittert wurde.<< in meinem virtuellen tagebuch festzuhalten gezwungen sehe.

    geschichten aus 2004 (teil1)

    14.10.2004
    Dank des »von Gottes Gnaden Erwählten Römischen Kaisers, allzeit Mehrer des Reiches, Erblicher Kaiser von Österreich, König von Germanien; Apostolischer König von Ungarn; König von Böhmen, Dalmatien, Kroatien, Slawonien, Galizien, Lodomerien und Illyrien; König von Jerusalem etc.; Erzherzog von Österreich; Großherzog von Toskana und Krakau; Herzog von Lothringen, Salzburg, Würzburg, Franken, Steiermark, Kärnten, Krain und der Bukowina; Großfürst von Siebenbürgen; Markgraf von Mähren; Herzog von Sandomir, Masowien, Lublin, Ober- und Niederschlesien, Modena, Parma, Piacenza, Guastalla, Auschwitz, Zator, Teschen, Friaul, Ragusa und Zara; Gefürsteter Graf von Habsburg und Tirol, Kyburg, Görz und Gradisca; Fürst von Trient und Brixen; Markgraf von Ober- und Niederlausitz und in Istrien; Graf von Hohenems, Feldkirch, Bregenz, Sonnenberg etc.; Herr von Triest, von Cattaro und auf der windischen Mark; Großwoiwode der Woiwodschaft Serbien; Prinz von Berchtesgaden und Mergentheim etc. etc.« darf ich nächsten sonntag das erbe der donaumonarchie hochhalten und ein dem dritten oktobersonntag geziemliches fest feiern. herzlichen dank auch.