noch einmal von den körpern

»Im Frühling 1770 war ich, seit bald zwey Jahren, in der allertiefsten Schwermuth; tiefer in dieselbe versunken, als vielleicht kein Gefangener in dem engsten unterirdischen Kerker. Man verlangte viel von mir, und meine Gesundheit war vernichtet. Ich konnte nie ohne Todesangst und Todesgefahr in einer aufrechten Lage meines Körpers essen. […] Ich wäre damals lieber an den Tod gegangen, als bey jemand zum Essen.«

»Dieses sind meine mit dem Purgierkraut gemachten Versuche. Gerne wolte ich daß ich solche weiter fortsetzen, und einige davon ein Paar mal repetiren könte. Allein ich merke daß ich allgemach des Evacuirens müde werde, zumal da meine Diät so beschaffen ist, daß ich niemals Evacuantia nöthig habe. Diese sechs mal habe ich für das Publikum purgirt, und so viel kan für dieses mal genug seyn.«

»Georg Nevil, ein Bruder des großen Grafen von Warwick, gab im Jahr 1470, bei seiner Installation als Erzbischof von York, ein solch ungeheures Gastgebot, daß man sich wundern muß, wie seine Proviantmeister eine solche Mannigfaltigkeit ersinnen und sie herbeischaffen konten. Folgendes war sein Küchenzettel: 300 Quart Weizen, 330 Tonnen Ale, 104 Tonnen Wein, eine Pipe Gewürzwein, 80 fette Ochsen, 6 wilde Stiere, 1004 Schöpfe, 300 Schweine, 300 Kälber, 300 Gänse, 3000 Karpaunen, 300 Ferkel, 100 Pfauen, 200 Kraniche, 200 junge Ziegenböcke, 2000 junge Hüner, 4000 Tauben, 4000 Kaninchen, 204 Rohrdommel, 4000 Enten, 200 Phasanen, 500 Rebhüner, 4000 Schnepfen, 400 Wasserhüner, 100 Krumschnäbel oder Wasserschnepfen, 100 Wachteln, 1000 Wasserreiger, 200 Rehe, über 400 Hirsche, Hirschkühe und Böcke, 1506 Wildprenpasteten, 1400 Schüsseln gebrochene Gelee, 4000 Schüsseln ganze Gelee, 4000 kalte Custards und 2000 warme Custards*, 300 Hechte, 300 Brahsen, 8 Robben, 4 Delphine oder Taumler, und 400 Torten.«

* Ein Gericht von Milch, dem Gelben vom Ey, Zucker und Gewürz. In Hamburg heißt es Ristard.

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