dem jungen leser ins stammbuch

antwort auf die frage eines jungen lesers, welchen autoren der vorzug zu geben sei. keine antwort auf die frage: was ist literatur?
auch »was ist das wieder vor ein pack bücher, was du da versteckst?«* genannt.

ich zitiere heinrich von kleist, penthesilea, vierter auftritt. da nämlich achill so: nun ja.
autoren, literatur, wer weiß das schon? laurentius von schnüffis?
nein. eine unbefriedigende sache für den jungen leser. ich muss also normativ werden, was eine sache ist, die ich vorzüglich und würzig beherrsche. es gibt da tatsächlich eine regel. ich habe sie mir gerade ausgedacht, und sie heißt: wenn du einen perutz kriegen kannst (das war der andere versicherungsangestellte), so lies gefälligst einen perutz. wenn nicht, dann halte dich an irgendwas anderes, zum beispiel an grabungsberichte (c.m. lerici, wie man antiquitäten raubt). einem solchen habe ich soeben entnommen, dass andrzej szczypiorski, eine messe für die stadt arras der 38. roman war, den ich 2010 gelesen habe. ich habe ihn für gut befunden; edmund mach, meine abenteuerlichen schriften aber besser.

* (luise adelgunde pfefferminzia gottsched, die pietisterey im fischbein-rocke, erster akt, erster auftritt)

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