wie man einen leser neugierig macht

A n z e i g e n
Es ist den 6ten Mai ein Schreiben von einem Ungenannten mit der Chorener Post an mich eingegangen. Bis jetzo ist meine Mühe, den Absender dieses ohne Namen und Ort an mich gerichteten Schreibens zu erfahren vergeblich gewesen. Ich wähle dahero die öffentlichen Blätter, um dem Absender des an mich gerichteten Schreibens, welcher sich im Dunkeln zu verbergen sucht, hiermit zu antworten, und ihn aufzufordern, sich bei mir in Rakschütz bei Neumarkt in Niederschlesien schriftlich mit Bekanntmachung seines Namens und Wohnortes, oder persönlich zu melden, wo ich ihm das Gegentheil seiner unergründlichen Vermuthungen beweisen werde. Sollte er das Licht scheuen, so erkläre ich hiermit den Inhalt seines Schreibens für das was er ist, für Erdichtung. Rakschütz den 10ten Junii 1802.
von Debschitz
– aus den berlinischen nachrichten von staats- und gelehrten sachen, no. 78. donnerstag, den 1sten julii 1802 –

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