sô wart daz kint tristan genant
obwohl die titanic »die Marotte vieler VIPS, ihr Kind nach einer berühmten Stadt zu nennen« als »total out« bezeichnet, folgt hier anstelle eines jahresrückblicks die erste hälfte der liste der zehn deutschen städtenamen, welche ich am ehesten für die namentlichen bezeichnung eines abkömmlings tauglich erachte.
zunächst aber eine auswahl der städtenamen, welche für derlei zwecke absolut ungeeignet sein dürften. der menschenwürde und nicht zuletzt meiner ehrenrettung zuliebe sollte kein kind auf dieser welt brunsbüttel, königs wusterhausen, knittlingen, pritzwalk oder gar müllrose heißen müssen. auch quickborn wäre nur im falle einer äußerst spontanen spontangeburt ansatzweise zu rechtfertigen.
platz zehn: bacharach in rheinland-pfalz
könnte gut als ausgefallener, alttestamentarischer name durchgehen. wo gestalten wie nebukadnezar auftauchen, kann man sich problemlos einen bacharach vorstellen.
platz neun: raguhn in sachsen-anhalt
abkürzung für ragna-hiltrun.
platz acht: lohmar in nordrhein-westfalen
der für seine hygienischen bestrebungen berühmte. von PIE (protoindeueuropäisch) *lou (waschen, vgl. auch lat. lavare) und -mar. ungefähr wie volkmar (der im volk berühmte)
platz sieben: kandel in rheinland-pfalz
kandel, der oder die scheinende. vergleiche auch lat. candela oder PIE *kand (leuchten, glühen usw.).
platz sechs: ranis in thüringen
lässt sich etymologisch nicht so gut begründen, aber janis, denis, enis und lunis können als präzedenzfälle angeführt werden.