über die ’strophen

es gibt zwei gründe, aus denen ich herrn dativdemgenetivseintod nicht ausstehen kann. erstens halte ich ihn für einen unerträglichen klugscheißer und zweitens halte ich sprache anders als er für dynamisch und nicht statisch. dass das nicht unbedingt schlecht sein muss, lässt sich leicht zeigen. oder hätte jemand lust, das wort »nehmen« folgendermaßen zu konjugieren?

singular:
1. nim-u
2. nim-i-s(t)
3. nim-i-t
plural:
1. nem-ê-m, -ê-n
2. nem-e-t
3. nem-a-nt

ich jedenfalls nicht.

aber ganz ausnahmsweise bin ich jetzt doch ein bisschen sprachbewahrend und führe vor, was für eine lustige apostrophierung ich heute morgen gelesen habe:
»gebr´ratene Nudeln«

One Response to “über die ’strophen”

  1. Batgirl Says:

    Argh … das erinnert mich daran, dass ich meine Mittelhochdeutschklausur nur mit einigen Tricks bestanden habe … und mit Hilfe der sächsischen Weltchronik auch dieses dunkle Kapitel meiner Studienzeit geschlossen wurde …

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